Keltischer Kulturkreis

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Geschichte bewahren · Plantagenets, Bordeaux, Artus, Dänemark, Mallorca

Was das Feuer nicht verzehren soll: Eleonore, Löwenherz, Artus und Erik der Immergute

Eine Königin, die für ihren gefangenen Sohn ein Königreich zur Kasse bittet. Ein König, der im Kerker ein Lied schreibt. Mönche, die nach einem Brand das Grab des Artus „finden“. Ein dänischer König, der auf Zypern stirbt und dessen Grab bis heute niemand kennt. Und ein Mallorquiner, der von einem Berg herab eine Kunst des Denkens erfand. Was belegt ist, was überliefert und was Legende ist, sortieren wir hier sauber.

Von Uwe Rosenkranz · Rosary Parish · Lesezeit ca. 20 Minuten

Fund Materielles: Grab, Gebeine, Bauwerk, Inschrift, Laboranalyse.
Quelle Schriftliche Überlieferung: Chronik, Brief, Urkunde, Lied, Dichtung der Zeit.
Legende Spätere Erzählung oder Deutung ohne Beleg, so schön sie ist.
Persönliches Zeugnis Mündlicher Bericht von Zeitzeugen oder Freunden, wertvoll, aber noch nicht überprüft.
Offen Umstritten oder noch nicht geklärt.

Warum wir aufschreiben, was brennt

Alte Kirchen, Abteien und Archive gehen immer wieder in Flammen auf, durch Unglück, Krieg oder Vernachlässigung. Das ist kein neues Phänomen. Die Abtei Glastonbury brannte 1184 fast vollständig nieder, und nur wenige Jahre später „fanden“ die Mönche dort das Grab des Königs Artus. Die Gebeine Richards und Eleonores in Fontevraud sind spätestens seit der Französischen Revolution verschollen. Geblieben sind die steinernen Liegefiguren, Lieder, Briefe und Stammbäume.

Genau deshalb lohnt es, das Überlieferte sorgfältig zu sichern, und zwar ehrlich. Wer Legende und Beleg vermischt, verliert am Ende beides. Wer sie unterscheidet, kann die Legende als Kulturgut genießen und den Beleg als Fundament nutzen.

Eleonore von Aquitanien, die „Königin der Troubadoure“

Quelle Eleonore (um 1122–1204), Herzogin von Aquitanien, war erst Königin von Frankreich (an der Seite Ludwigs VII.), dann von England (an der Seite Heinrichs II.). Aquitanien war das Kernland der okzitanischen Troubadourdichtung, und ihr Großvater Wilhelm IX. gilt als erster namentlich bekannter Troubadour. An ihrem Hof und in ihrem Umfeld entstanden Werke, die Europas Bild von Liebe, Rittertum und Artus bis heute prägen:

  • Bernart de Ventadorn, einer der größten Troubadoure. Nach seiner späteren Lebensbeschreibung (vida) folgte er Eleonore an den englischen Hof. Das stützt sich vor allem auf diese vida und seine eigenen Lieder.
  • Wace vollendete 1155 den Roman de Brut, eine französische Versfassung von Geoffreys Britannien-Geschichte, mit der ältesten Erwähnung der Tafelrunde. Laut dem späteren Dichter Layamon überreichte er ihn Eleonore, unabhängig belegt ist das nicht.
  • Marie de Champagne, Eleonores Tochter aus erster Ehe, war die Gönnerin Chrétiens de Troyes. Für sie schrieb er den Lancelot (Le Chevalier de la Charrette), den ersten Roman, der von Lancelot und Guinevere erzählt.

Can vei la lauzeta mover de joi sas alas contra·l rai, que s’oblid‘ e·s laissa chazer per la doussor c’al cor li vai …

Wenn ich die Lerche sehe, wie sie vor Freude ihre Flügel gegen den Sonnenstrahl regt, sich selbst vergisst und fallen lässt vor lauter Süße, die ihr ins Herz dringt …

Bernart de Ventadorn, „Can vei la lauzeta mover“ (2. Hälfte 12. Jh.), Anfang; deutsche Prosaübertragung: Redaktion rosary.health.

Legende „Königin der Troubadoure“ und die berühmten „Liebeshöfe“ (cours d’amour), auf denen Eleonore Urteile über Liebesfragen gefällt haben soll, sind zum großen Teil spätere Ausschmückung, vor allem nach Andreas Capellanus. Dass ihr Umfeld die höfische Kultur gefördert hat, ist dagegen gut belegt.

Gefangen an der Donau: Richards Haft und das größte Lösegeld des Jahrhunderts

Die Burgruine Dürnstein auf einem Felsen über der Wachau, darunter Weinberge und das Donautal.
Burgruine Dürnstein in der Wachau, hier saß Richard 1192/93 zuerst gefangen. Foto: Uoaei1, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Zeitleiste der Gefangenschaft Quelle
DatumEreignis
9. Okt. 1192Richard verlässt das Heilige Land. Nach einem Schiffbruch an der Adria reist er verkleidet über Land.
Kurz vor Weihnachten 1192Gefangennahme bei Wien durch Herzog Leopold V. von Österreich aus dem Haus der Babenberger. Er war Herzog, nicht Erzherzog, denn den Titel gab es erst seit dem 14./15. Jahrhundert. Leopold warf Richard den Mord an seinem Vetter Konrad von Montferrat vor und die Schmähung seines Banners vor Akkon.
Winter 1192/93Haft auf Burg Dürnstein unter der Aufsicht Hadmars von Kuenring. Papst Coelestin III. exkommuniziert Leopold, weil man einen Kreuzfahrer nicht festhalten durfte.
28. März 1193Übergabe in Speyer an Kaiser Heinrich VI., danach Haft u. a. auf Burg Trifels in der Pfalz.
1193Gefordert werden 150.000 Mark Silber, etwa das Zwei- bis Dreifache der jährlichen Einnahmen der englischen Krone. Ein Teil war vor der Freilassung zu zahlen, für den Rest wurden Geiseln gestellt.
4. Febr. 1194Freilassung in Mainz. Philipp II. von Frankreich soll Johann gewarnt haben: „Sieh dich vor, der Teufel ist los.“

Eleonores Werk Quelle

Die über Siebzigjährige organisierte das Geld. Geistliche wie Laien mussten ein Viertel ihres Einkommens bzw. Besitzwerts abgeben, Kirchenschätze aus Gold und Silber wurden eingezogen, dazu kamen Schild- und Pfluglandsteuern (scutage, carucage). Ein Gegenangebot von Johann und Philipp, die Heinrich VI. 80.000 Mark boten, damit er Richard länger festhielt, lehnte der Kaiser ab. Eleonore brachte das Geld selbst nach Deutschland.

Als Geiseln für den Rest gingen unter anderem zwei Enkel Eleonores, die Welfen Wilhelm von Winchester und Otto (der spätere Kaiser Otto IV.), Söhne Heinrichs des Löwen und ihrer Tochter Mathilde. Wilhelm kommt in der Stammtafel unten wieder vor, denn er heiratete später eine Urenkelin Eriks des Immerguten.

„Eleonore, durch den Zorn Gottes Königin der Engländer … Unser König ist gefangen, und von allen Seiten bedrängt ihn die Angst.“ Aus einem der drei Briefe an Papst Coelestin III. (1193), überliefert in der Briefsammlung Peters von Blois. Ob Peter sie nur formuliert oder ganz verfasst hat, ist in der Forschung umstritten. Englische Übersetzung: Epistolae, Columbia University; deutsch von der Redaktion.
Mittelalterliche Buchmalerei: Kaiser Heinrich VI. auf dem Thron, vor ihm kniet Richard Löwenherz.
Richard vor Kaiser Heinrich VI., aus Petrus de Ebulo, Liber ad honorem Augusti (um 1196), Burgerbibliothek Bern. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Der Sänger Blondel Legende

Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts wird erzählt, Richards Spielmann Blondel sei von Burg zu Burg gezogen und habe ein Lied gesungen, das nur er und der König kannten, bis aus einem Turmfenster die zweite Strophe antwortete. Das ist eine wunderbare Geschichte, aber keine Geschichte im strengen Sinn. Richards Kerkermeister hielten seinen Aufenthalt gar nicht geheim, sie verkündeten ihn. Einen realen Trouvère Blondel de Nesle gab es, eine Verbindung zu Richards Rettung ist nicht belegt.

„Ja nus hons pris“: das Lied aus der Haft

Quelle Richard war selbst Dichter. In der Gefangenschaft schrieb er eine rotrouenge, die in einer altfranzösischen und einer okzitanischen Fassung (Ja nuls hom pres) überliefert ist. Die letzte Strophe richtet er an seine Halbschwester, die „Gräfin Schwester“ Marie de Champagne.

Ja nus hons pris ne dira sa raison adroitement, se dolantement non; mais par confort puet il faire chançon. Mout ai amis, mais povre sont li don; honte i avront se por ma reançon sui ça deus yvers pris.

Nie wird ein Gefangener seine Sache recht vortragen, es sei denn voller Schmerz; doch zum Trost kann er ein Lied machen. Viele Freunde habe ich, doch arm sind ihre Gaben; Schande wird über sie kommen, wenn ich um meines Lösegelds willen hier zwei Winter gefangen bin.

Richard I., „Ja nus hons pris“, 1. Strophe (altfranzösische Fassung, 1193/94). Text nach der verbreiteten Edition, z. B. chantsdefrance.fr; deutsch von der Redaktion.

In der zweiten Strophe zählt er seine Leute auf, „Ynglois, Normant, Poitevin et Gascon“, und beteuert, er hätte keinen noch so armen Gefährten um Geld im Kerker gelassen. Das Lied ist politische Botschaft und Klage zugleich, ein Tondokument des Lösegeld-Jahres.

Fontevraud und Rouen: Gräber, Gisants und ein Herz voller Weihrauch

Vier farbig gefasste mittelalterliche Liegefiguren in der hellen Abteikirche von Fontevraud, vorne Eleonore und Heinrich II.
Die Plantagenet-Gisants im Langhaus der Abteikirche von Fontevraud. Foto: Nono vlf, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Fund Quelle In der Abteikirche von Fontevraud an der Loire liegen heute vier Gisants: Heinrich II., Eleonore, Richard Löwenherz und Isabella von Angoulême, die Frau König Johanns. Heinrich wurde 1189 als Erster hier bestattet. Eleonore setzte das durch, weil Fontevraud für die Plantagenets werden sollte, was Saint-Denis für die französischen Könige war. Richard folgte 1199 „zu Füßen seines Vaters“. Noch vor ihrem Tod 1204 gab Eleonore farbig gefasste Liegefiguren aus Tuffstein in Auftrag. Ihre eigene zeigt sie mit einem aufgeschlagenen Buch. Isabella, die ihre letzten Jahre als Nonne in Fontevraud verbrachte, kam 1249 dazu. Johann selbst liegt in Worcester.

Offen Die Gisants sind erhalten, die Gebeine dagegen sind spätestens seit der Revolution verschollen.

Richards Herz in Rouen: die Analyse von 2013 Fund

Wie im Mittelalter beim Adel üblich, wurde Richards Leichnam geteilt: Die Eingeweide blieben in Châlus, wo er 1199 starb, der Körper kam nach Fontevraud, das Herz nach Rouen in die Kathedrale Notre-Dame. Ein Team um den Rechtsmediziner Philippe Charlier untersuchte die Herzreste und veröffentlichte 2013 in Scientific Reports: Das Herz war in Leinen gewickelt und mit Myrte, Gänseblümchen, Minze, Weihrauch, Kreosot, Quecksilber und wohl Kalk behandelt. Der Weihrauch sollte nach Deutung der Autoren einen „Geruch der Heiligkeit“ erzeugen, wie bei der Salbung Christi. Es ist der älteste bekannte Nachweis von Weihrauch bei einer Einbalsamierung. (Charlier u. a. 2013)

Ein Glas Erbe: Bordeaux und die englische Zeit

Quelle Als Eleonore im Mai 1152 Heinrich Plantagenet heiratete, der 1154 König von England wurde, brachte sie Aquitanien mit Gascogne und Bordeaux in die Ehe. Drei Jahrhunderte lang war der englische König damit zugleich Herzog von Aquitanien. Erst die Schlacht von Castillon am 17. Juli 1453 beendete diese Zeit, im Oktober 1453 ergab sich Bordeaux dem französischen König. Länger als das Lösegeld, die Lieder und die Gräber hat ein ganz alltägliches Erbe überdauert: der Wein.

Schematische Karte in Sand, Gold und Bordeaux: Route der Weinflotte von Bordeaux über die Gironde, den Golf von Biskaya und um die Bretagne in den Ärmelkanal nach Southampton und London sowie nach Bristol. Schraffiert die angevinischen Gebiete um 1189: Normandie, Anjou mit Maine und Touraine sowie Aquitanien mit Poitou und Gascogne. Markiert sind außerdem La Rochelle, Rouen, Fontevraud und Castillon.
Schematische Darstellung der Weinrouten und der angevinischen Festlandbesitzungen um 1189 (vereinfacht). Küsten und Flüsse: Natural Earth, gemeinfrei. Grafik: Redaktion rosary.health. Zum Erkunden der Küsten: Karte auf OpenStreetMap öffnen (© OpenStreetMap-Mitwirkende).

Die Weinflotte Quelle

Nachdem die Normandie 1204 und La Rochelle 1224 an Frankreich gefallen waren, wurde Bordeaux zum wichtigsten Weinhafen der englischen Krone. Zweimal im Jahr segelten große Flotten von Bordeaux die Gironde hinab, über die Biskaya und um die Bretagne nach London, Southampton, Bristol, Sandwich und Hull. Im Herbst brachten sie den jungen Wein, im Frühjahr den Rest. Anfang des 14. Jahrhunderts verließen Bordeaux im Schnitt rund 80.000 Fass (tonneaux) im Jahr, im Rekordjahr 1308/09 über 100.000. Der Engländer nannte den hellroten Wein claret, von französisch clairet.

Das „Privileg von Bordeaux“ Quelle

1214 befreite Johann ohne Land die Bürger von Bordeaux von den Ausfuhrzöllen (grande und petite coutume) auf ihren Wein. Ab 1241 versuchte die Stadt, die Weine des „Haut-Pays“ flussaufwärts erst nach dem Martinstag (11. November) in den Hafen zu lassen. So gehörte der Herbstmarkt den Bordelaiser Weinen. 1373 bestätigte Eduard III. die Regel und verschob den Termin auf Weihnachten. Abgeschafft wurde das Privileg erst durch Turgot 1776, endgültig in der Revolution.

Bordeaux heute: die Etiketten richtig lesen Quelle

Für Weinfreunde lohnt ein nüchterner Blick auf die Begriffe. Sie beschreiben Herkunft und Regeln, nicht automatisch Qualität im Glas.

Die wichtigsten Stufen und Klassifikationen
BegriffWas er bedeutet
AOC/AOP BordeauxDie Grundappellation für das ganze Gebiet: Rot, Weiß, Rosé, Clairet. Hier liegt die Breite des Alltagsweins.
Bordeaux SupérieurDasselbe Gebiet, aber strengere Regeln: geringere Erträge, reifere Trauben und für Rotweine mindestens neun Monate Ausbau. Laut Weinbauverband CIVB ist er „nicht besser, nur anders“, meist etwas kräftiger.
Klassifikation von 1855 (Médoc und Sauternes)Zur Pariser Weltausstellung nach den damaligen Marktpreisen erstellt. 61 Rotweine in fünf Stufen (Premiers bis Cinquièmes Crus), darunter Haut-Brion aus den Graves. Die einzige große Änderung war 1973 der Aufstieg von Mouton Rothschild zum Premier Cru. Für die Süßweine aus Sauternes und Barsac gibt es eine eigene Liste mit Yquem als Premier Cru Supérieur.
Saint-Émilion Grand Cru ClasséSeit 1955, etwa alle zehn Jahre neu bewertet. Die Fassung von 2022 (gültig ab Jahrgang 2022) nennt 14 Premiers Grands Crus Classés, davon Figeac und Pavie mit „A“, und 71 Grands Crus Classés. Einige bekannte Häuser haben sich bewusst nicht mehr beworben. Achtung: Die Appellation „Saint-Émilion Grand Cru“ allein ist noch keine Klassifikation.
Crus Bourgeois du MédocAlle fünf Jahre neu, mit Verkostung und Umweltkriterien. Die Liste von 2025 umfasst 170 Châteaux in drei Stufen: 120 Cru Bourgeois, 36 Supérieur, 14 Exceptionnel.
Graves / Pessac-LéognanEigene Klassifikation von 1953, ergänzt 1959, mit 16 Châteaux für Rot- und/oder Weißwein. Alle liegen in der 1987 geschaffenen Appellation Pessac-Léognan.

Kleine Orientierung für den Einkauf

  • Linkes Ufer (Médoc, Graves): Kies, Cabernet Sauvignon steht im Vordergrund, oft straffer und langlebiger. Rechtes Ufer (Saint-Émilion, Pomerol): Lehm und Kalk, Merlot und Cabernet Franc, meist früher zugänglich und runder.
  • Weiß: trocken aus Sauvignon Blanc und Sémillon (Entre-Deux-Mers, Graves, Pessac-Léognan), edelsüß aus Sauternes und Barsac.
  • Preisstufen grob: Bordeaux und Bordeaux Supérieur für den Alltag. Die „Côtes de Bordeaux“ und die Nachbarappellationen von Saint-Émilion und Pomerol sind oft gute Entdeckungen. Crus Bourgeois sind eine verlässliche Mitte, klassifizierte Gewächse das obere Segment. Die Zweitweine großer Häuser sind ein Weg, deren Stil kennenzulernen.
  • Der Jahrgang zählt in Bordeaux mehr als in vielen anderen Regionen. Ein guter Händler oder eine Jahrgangstabelle hilft mehr als jedes Etikett.

Artus im Dienst der Plantagenets

Eine Blutslinie von Artus und Uther Pendragon zu den Plantagenets gibt es nicht. Das Haus Anjou hat Artus aber sehr bewusst politisch genutzt, und dafür gibt es handfeste Spuren.

Geoffrey von Monmouth: Uther Pendragon, Artus und Dänemark Quelle Legende

Um 1136 schrieb Geoffrey von Monmouth die Historia Regum Britanniae. Bei ihm erhält Artus‘ Vater Uther den Beinamen Pendragon nach einer drachenförmigen Himmelserscheinung, und Artus erobert nach Irland und Island auch Norwegen und Dänemark („Dacia“). Ein Dänenkönig Aschil erscheint bei Artus‘ Krönung in Caerleon und fällt später in der letzten Schlacht. Das ist Dichtung, aber ein Zeugnis dafür, dass man Britannien und Skandinavien im 12. Jahrhundert gemeinsam erzählt hat. Eine Genealogie ist es nicht.

Glastonbury 1191: das „Artusgrab“ Fund Legende

Rasenfläche in den Ruinen der Abtei Glastonbury mit einer rechteckigen Tafel, die den Ort des angeblichen Artusgrabes markiert.
Markierung der angeblichen Artus-Grabstätte in der Abteiruine Glastonbury. Foto: Nilfanion, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

1184 brannte die Abtei nieder, 1191 verkündeten die Mönche, sie hätten auf ihrem Friedhof das Doppelgrab von Artus und Guinevere gefunden. Dazu gehörte ein Bleikreuz mit der Inschrift, hier liege der berühmte König Artus „auf der Insel Avalon“. Gerald von Wales schreibt, Heinrich II. habe den Mönchen den Hinweis auf die Grabstelle gegeben. Kreuz und Gebeine sind seit der Auflösung der Abtei 1539 verschwunden. Die meisten Historiker halten den Fund für eine Inszenierung der Mönche, die Pilger und Geld nach dem Brand brauchten. Viele Historiker sehen darin auch eine politische Botschaft: Artus war tot und würde nicht als „Retter der Briten“ gegen die englische Krone wiederkehren.

Der Archäologe Ralegh Radford grub 1962 an der Stelle und meinte, die Grube der Mönche von 1191 gefunden zu haben. Die Neubewertung seiner Unterlagen durch Roberta Gilchrist und Cheryl Green (2015) zeigt aber: Es ist nur eine Friedhofsgrube mit Material aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, ohne jeden Bezug zur Artuszeit. Fazit: Den Ort der Grabung von 1191 kann man vermuten, ein Artusgrab ist er nicht.

Legende Glastonbury hat noch eine zweite große Erzählung: Joseph von Arimathäa soll nach der Kreuzigung nach Britannien gekommen sein und dort die erste Kirche gegründet haben. Wilhelm von Malmesbury erwähnt das um 1130 in seiner Schrift über das Alter der Abtei noch nicht, die Geschichte wurde im 13. Jahrhundert nachgetragen und im 14. Jahrhundert von Johannes von Glastonbury ausgeschmückt. Robert de Boron hatte Joseph um 1200 mit dem Gral verbunden. Historisch belegt ist ein sehr altes Kloster an diesem Ort, nicht aber der Besuch Josephs. Als Bild für den frühen Glauben Britanniens hat die Erzählung trotzdem ihre Kraft.

„Excalibur“ für Tankred Quelle

Im März 1191 schloss Richard in Messina Frieden mit König Tankred von Sizilien. Nach Roger von Howden schenkte er ihm dabei ein Schwert, das er als Caliburn, also als Schwert des Artus, ausgab, und bekam dafür Schiffe. Ob Richard selbst daran glaubte, wissen wir nicht. Die politische Botschaft dagegen ist deutlich.

Arthur von der Bretagne Quelle

Richards Neffe, der nachgeborene Sohn seines Bruders Gottfried, wurde 1187 auf den Namen Arthur getauft, ein Signal an Bretonen und Waliser. Im Vertrag von Messina 1191 setzte Richard ihn als Erben ein. Unter König Johann verschwand Arthur 1203 spurlos.

Legende Die Angevins pflegten noch andere Herkunftssagen. Gerald von Wales berichtet, Richard habe gern erzählt, das Haus stamme von der Fee Melusine ab, „vom Teufel kommen sie, zum Teufel gehen sie“. Der Chronist Ralph de Diceto führte die Ahnenreihe über Mathilde von Schottland zu Alfred dem Großen und von dort sagenhaft bis Woden und Noah. Belegt ist an all dem nur, dass man solche Linien erzählt hat.

Erik I. Ejegod, „der Immergute“: Pilgerkönig und Grab in Paphos

Zweisprachige Gedenktafel in Griechisch und Englisch mit zwei Münzbildern: In Paphos wurde Erik Ejegod, König von Dänemark, begraben, der auf dem Weg ins Heilige Land plötzlich starb.
Gedenktafel für Erik Ejegod in Paphos, aufgestellt 2002 vom zyprischen Antikendienst beim Chrysopolitissa-Komplex. Foto: Michal Klajban, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Quelle Erik (geb. um 1056 in Slangerup, König 1095–1103) war ein Sohn Sven Estridsens. Sven war ein Neffe Knuts des Großen, der zugleich König von Dänemark und England war. Saxo Grammaticus erklärt den Beinamen Ejegod, „der ewig Gute“, damit, dass Erik das Recht hielt und die Großen bestrafte, die sich am einfachen Volk vergriffen. In seiner Zeit endete die Hungersnot. Kirchenpolitisch erreichte er viel: Auf einer Romreise 1098/99 setzte er die Heiligsprechung seines Bruders Knut durch, und er erwirkte ein eigenes nordisches Erzbistum in Lund, womit Skandinavien kirchlich nicht mehr Hamburg-Bremen unterstand. Für den Knutskult in Odense holte er englische Benediktiner aus Evesham, eine reale dänisch-englische Verbindung.

Die Pilgerfahrt 1103 Quelle

Nach Saxo war der Anlass eine Bluttat. Ein Harfner habe sich gerühmt, Menschen durch sein Spiel in Raserei versetzen zu können, und im Rausch der Musik habe Erik vier seiner Gefolgsleute erschlagen. Zur Buße kündigte er auf dem Thing in Viborg die Fahrt nach Jerusalem an. Mit Königin Bodil zog er (die Quellen nennen den Weg über Russland bzw. Italien) nach Konstantinopel zu Kaiser Alexios I. Komnenos.

Der Kaiser misstraute den Dänen seiner eigenen Leibwache, denn sie würden ihren König aus der Heimat höher achten als den Sold. Unter den Soldaten in Konstantinopel haben nämlich die, die Dänisch sprechen, die höchsten Ränge und bilden gewöhnlich die persönliche Leibwache des Kaisers. Erik aber ermahnte sie zur Treue gegenüber dem Kaiser und sicherte so Griechenland die aufrichtige Treue der Dänen. Saxo Grammaticus, Gesta Danorum XII.7 (um 1208), sinngemäß gekürzt nach der dänischen Übersetzung von P. Zeeberg, zitiert bei NOMOS. Gemeint ist die Warägergarde.

Hildingr þá við hæst lof aldar hǫfgan auð í gulli rauðu, halfa lest, af harra sjǫlfum, harða vitr, í Miklagarði …

Der sehr weise Fürst empfing mit dem höchsten Lob der Menschen schweren Reichtum in rotem Gold, eine halbe Last, vom Herrscher selbst in Miklagard [Konstantinopel] … Zuvor nahm Erik die Gewänder des Allherrschers an, und noch mehr wurde gegeben: Der Kaiser schenkte ihm vierzehn Kriegsschiffe.

Markús Skeggjason, Eiríksdrápa Str. 28, ein isländisches Preislied auf Erik, gedichtet zwischen 1103 und 1107. Edition und englische Übersetzung: J. Carroll, Skaldic Project; deutsch von der Redaktion. In griechischen Quellen ist Eriks Besuch übrigens nicht belegt.

Quelle Von Konstantinopel aus soll Erik Reliquien nach Dänemark geschickt haben, darunter einen Kreuzespartikel und Gebeine des heiligen Nikolaus für seine Kirche in Slangerup. Dann segelte er weiter, erkrankte und starb am 10. Juli 1103 in Paphos auf Zypern. Bodil zog weiter nach Jerusalem, starb dort und wurde am Fuß des Ölbergs begraben. Erik ist der einzige dänische König, der im Ausland bestattet liegt.

Zur Einordnung „vor den Kreuzzügen“: Erik brach nach der Eroberung Jerusalems im Ersten Kreuzzug (1099) auf. Er war damit der erste europäische König, der danach als Pilger ins Heilige Land zog, noch vor dem Norweger Sigurd Jorsalfar (1107–1110), lange vor der Gründung der Templer (um 1119/20) und vor dem Zweiten Kreuzzug. Genauer ist also „zwischen dem Ersten Kreuzzug und den Templern“.

Wo liegt Erik? Stand der Suche 2026 Offen

  • Fund Ein Grab ist nicht gefunden. Die Überlieferung nennt nur „Paphos“.
  • Der wahrscheinlichste Ort ist der Bereich der frühchristlichen Basilika Chrysopolitissa / Agia Kyriaki in Kato Paphos. Dort stellte der zyprische Antikendienst 2002 eine Gedenktafel auf, 2008 wurde eine Straße nach dem König benannt. Bei Grabungen fand man dort zahlreiche mittelalterliche Gräber, aber keines ließ sich Erik zuordnen.
  • Der zyprische Archäologe Stasis Raptou erklärte schon 2007, in dänischen wie zyprischen Quellen gebe es keinen genaueren Hinweis, und von den mittelalterlichen Kirchen der Zeit sei keine Spur erhalten.
  • Eine andere These (P. J. Riis, Sfinx 1994) verlegt das Grab ins Kloster Stavrovouni bei Larnaka, das eine Kreuzreliquie hütet.
  • Für die Jahre 2020 bis 2026 haben wir keinen Bericht über eine neue Grabung oder Identifizierung gefunden. Ein Reisebericht von 2020 bestätigt nur: „Das Grab selbst ist ja nie gefunden worden.“

Ein Bericht aus Zypern Persönliches Zeugnis

Grafischer Platzhalter in Sand, Gold und Bordeaux: stilisierte Säulenhalle mit leerer Grabstele und Fragezeichen, Aufschrift „Platzhalter – Foto folgt: Grabstein Paphos“. Kein Fundfoto.
Symbolbild / Platzhalter – Originalfoto folgt

Ein langjähriger Freund von Uwe Rosenkranz, der viele Jahre auf Zypern gelebt hat, hat ihm persönlich berichtet: In den „Königsgräbern“ von Paphos gebe es einen Grabstein, auf dem Erik II. eingraviert sei. Die Frau des Königs sei in Jerusalem gestorben und am Ölberg begraben worden. Sie habe den Beinamen „Langbein“ getragen und sei eine Tochter eines deutschen Kaisers „August“ gewesen.

Wir geben diesen Bericht mit Respekt wieder, als mündliches Zeugnis. Überprüfen konnten wir ihn bisher nicht. Solche Erinnerungen sind oft der erste Hinweis auf etwas, das in keinem Buch steht. Wer Fotos, eine Abschrift oder genauere Angaben zu einer solchen Inschrift hat (Lage, Grabkammer, Datum des Besuchs), meldet sich bitte per E-Mail (Adresse im Impressum von RosaryParish.com) oder über die Kommentare unter diesem Beitrag. Kommentieren kann, wer bei WordPress.com angemeldet ist. Wir dokumentieren jeden Hinweis mit Quellenangabe.

Was die schriftlichen Quellen dazu sagen Quelle

  • Die Königin am Ölberg: Nach Saxo und den dänischen Überlieferungen war es Königin Bodil, die Frau Eriks I. Ejegod, die 1103 nach dem Tod ihres Mannes in Paphos allein weiter nach Jerusalem zog, dort starb und am Fuß des Ölbergs im Tal Josaphat begraben wurde. Sie stammte aus dem jütischen Adelsgeschlecht der Thrugot-Sippe, ihr Vater war nach der Überlieferung Thrugot (Thorgaut) Ulfsson, genannt „Fagerskind“ (Schönhaut). Kaisertochter war sie nicht.
  • Erik II. Emune starb nicht im Heiligen Land, sondern 1137 auf dem Thing von Urnehoved in Schleswig. Er liegt im Dom zu Ribe. Seine Frau Malmfred von Kiew überlebte ihn. Vielleicht sind im Bericht Vater und Sohn, die beide Erik hießen, miteinander verschmolzen.
  • „Langbein“: Als Beiname einer dänischen Königin dieser Zeit haben wir ihn nicht gefunden, weder bei Bodil noch bei Malmfred noch bei Thunna, der Mutter von Eriks II. Sohn Sven. Eine mögliche Spur führt nach Norwegen: König Magnus III. hieß altnordisch berfœttr oder berbeinn, „Barfuß“ oder „Barbein“. Seine Tochter Ragnhild heiratete Harald Kesja, einen Sohn Eriks I., und sein Sohn Sigurd Jorsalfar war Malmfreds erster Mann. Ob „Langbein“ damit zusammenhängt, bleibt offen.
  • Kaiser „August“: Einen mittelalterlichen deutschen Kaiser dieses Namens gab es nicht. Augustus war aber Teil des Kaisertitels (semper augustus, „allzeit Mehrer des Reiches“), und Augusta hieß die Kaiserin. Bemerkenswert: Malmfreds Schwester Dobrodeia (Eupraxia) heiratete um 1122 den byzantinischen Mitkaiser Alexios Komnenos und wurde Kaiserin (basilissa). Erik II. war also der Schwager einer Kaiserin. Eine Tochter eines deutschen Kaisers unter den Frauen der beiden Eriks ist nicht überliefert.
  • Die Königsgräber von Paphos (Tafoi ton Vasileon) sind eine in den Fels gehauene Nekropole der hellenistischen und römischen Zeit. Belegt sind sie vom späten 4. bzw. 3. Jh. v. Chr. bis ins frühe 4. Jh. n. Chr., heute gehören sie zum UNESCO-Welterbe Paphos. Den Namen haben sie von ihrer Pracht. Bestattet wurden dort vor allem hohe ptolemäische Beamte und der Adel der Stadt. Nach dem zyprischen Antikendienst nutzten auch frühe Christen den Ort für Bestattungen, und im Mittelalter wohnten Menschen in einigen der Gräber und bauten sie um. Eine mittelalterliche Inschrift dort ist also nicht undenkbar. Sie wäre ein bemerkenswerter Fund, den man fotografieren, genau verorten und dem Antikendienst melden sollte.

Erik II. Emune, „der Denkwürdige“

Quelle Erik II. (um 1090–1137) war ein außerehelicher Sohn Eriks I. Nach dem Mord an seinem Halbbruder Knud Lavard (1131) erhob er sich gegen König Niels, siegte 1134 in der Schlacht bei Fotevik und regierte bis 1137. Er eroberte 1136 Arkona auf Rügen und betrieb die Heiligsprechung Knud Lavards. Ermordet wurde er 1137 auf dem Thing von Urnehoved, begraben ist er im Dom zu Ribe. Seine Frau Malmfred von Kiew war zuvor mit dem Kreuzfahrerkönig Sigurd Jorsalfar von Norwegen verheiratet und eine Urenkelin König Harolds II. von England (siehe Stammtafel).

Der Beiname: Emune bedeutet nach dem dänischen Nationallexikon „der immer Denkwürdige“. Seine Gegner nannten ihn nach eiligen Rückzügen „Harefod“ (Hasenfuß), seine Anhänger nach Fotevik „Emune“. Die Roskilde-Chronik nennt ihn einen rex tyrannus, im Dom zu Lund wurde er als rex gloriosus gerühmt.

Wortspiel, keine Herkunft Uwe Rosenkranz liest „Emune“ zusammen mit dem hebräischen Emuna (אמונה, Glaube, Treue, Verlässlichkeit, dieselbe Wurzel wie „Amen“). Sprachgeschichtlich hängen die Wörter nicht zusammen, denn Emune ist altnordisch-dänisch. Als geistliches Wortspiel ist die Lesart aber schön: Wer „denkwürdig“ bleiben will, braucht Treue.

Vertiefung: Uwes Essay-Reihe „ERIC EMUNAH“ (2008)

Auf seinem Blog rosary2007 hat Uwe Rosenkranz 2008 eine englischsprachige Erzählung in mehreren Teilen veröffentlicht:

  1. ERIC EMUNAH – content (Abstract, Gliederung, Glossar)
  2. ERIC EMUNAH part I-III (Prolog „The Old Druid“, „Eric“, „Fire in the ring of stones“)
  3. ERIC II -part IV-VII („The Riddle-Rhyme“, „Beta, Pi, Taw“, „The Heritage“)
  4. ERIC II – last part („The Discovery“, Epilog „EMUNAH“ und Werkanalyse)

Worum es geht: Uwe nennt den Text selbst eine Narration, also eine Erzählung. Ein irisch-keltischer Mönch, Columban, stirbt verwundet an den Steinreihen von Carnac in der Bretagne. Jahrhunderte später landet „Eric II“ mit 300 Reitern dort, geleitet vom Licht der Supernova von 1054 („Crab Fog“) und einem Rätselvers, den er von seinem Vater, dem „Evergood“, geerbt hat. Er findet Columbans Grab und einen goldenen Sternenschild, der zusammen mit seinem eigenen Schild ein Navigationsinstrument ergibt und ihm den Weg ins Heilige Land weist. Daher der Ehrenname „EMUNAH“, „der Denkwürdige“. Im Analyseteil deutet Uwe das Ganze als Brücke zwischen keltischem Christentum und dem Christus-Glauben des Mittelalters und als Ruf, aus der eigenen „Ich-Gruft“ herauszutreten.

Erzählung Wir verstehen die Reihe als literarische und geistliche Deutung, nicht als Geschichtsschreibung. Einige Motive gehen bewusst über die Quellen hinaus: Die Supernova von 1054 liegt vor Erik Emunes Geburt (um 1090), und eine Fahrt Eriks II. nach Carnac oder ins Heilige Land ist nicht überliefert. Ins Heilige Land pilgerte sein Vater. Als Erzählung, die die Pilgersehnsucht des Hauses Estridsen weiterdichtet, hat sie ihren eigenen Wert.

Siehe auch: Zum historischen Columba und zu Columbanus Uwes Beiträge Von Columban bis heute und Celtic FEAST Calendar.

Ramon Llull: der Mallorquiner, der das Wissen bewahren wollte

Mittelalterliche Miniatur: Ramon Llull und sein Schüler Thomas Le Myésier überreichen einer thronenden Königin Bücher.
Ramon Llull und sein Schüler Thomas Le Myésier überreichen der Königin von Frankreich und Navarra Sammelbände, Miniatur aus dem Breviculum (14. Jh., Badische Landesbibliothek Karlsruhe, St. Peter perg. 92). Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Quelle Ramon Llull (lat. Raimundus Lullus, um 1232–1316) wurde auf Mallorca geboren, kurz nachdem Jakob I. von Aragón die Insel erobert hatte. Als junger Mann diente er am Hof des Infanten Jakob, des späteren Königs Jakob II. von Mallorca, als Page, Erzieher, Seneschall und Haushofmeister. Um 1267 ließ er das Hofleben hinter sich und widmete sich Theologie, Sprachen und der Mission. Hinterlassen hat er rund 265 echte Werke in Katalanisch, Latein und Arabisch, und er gilt als Schöpfer der katalanischen Literatursprache.

Orte auf Mallorca

Puig de Randa / Cura Quelle

Auf dem Berg Randa empfing Llull 1274 nach seiner eigenen Lebensbeschreibung (Vita coetanea, 1311) die „Erleuchtung“ zu seiner Ars. Daher sein Ehrenname Doctor Illuminatus. Auf dem Gipfel steht heute das Heiligtum von Cura.

Santa Maria de La Real Quelle

Nach der Erfahrung von Randa zog sich Llull ins Zisterzienserkloster La Real bei Palma zurück und schrieb dort die erste Fassung seiner Kunst, die Ars compendiosa inveniendi veritatem.

Miramar Quelle

An der Nordküste zwischen Deià und Valldemossa gründete Jakob II. auf Llulls Drängen eine Missionsschule, in der dreizehn Franziskaner Arabisch lernen sollten. Papst Johannes XXI. bestätigte sie am 17. Oktober 1276. Schon 1295 beklagte Llull im Desconhort ihren Niedergang, 1301 bestand sie nicht mehr. Auch hier ist ein Ort verloren, geblieben ist das Dokument.

Sant Francesc, Palma Fund

Llull starb 1316 auf der Rückreise von Tunis. Sein Grabmal steht in der Basilika Sant Francesc in Palma. Legende Dass er in Bugia (Bejaia) gesteinigt worden und als Märtyrer gestorben sei, erzählt erst eine spätere Tradition.

Die „Ars magna“ und die Leiter des Verstandes Quelle

Llulls „Kunst“ (Ars, später Ars magna genannt; Hauptfassungen die Ars generalis ultima 1305–08 und die Ars brevis 1308) kombiniert Grundbegriffe wie Güte, Größe und Weisheit mit drehbaren Kreisscheiben und Tafeln. So sollte man in jeder Wissenschaft und im Gespräch zwischen Christen, Juden und Muslimen zu begründeten Antworten kommen. Leibniz sah darin später einen Vorläufer seiner Kombinatorik.

Das Werk, an das sich Uwe als „De ascendentia/descendentia de intelligentia“ erinnert, heißt richtig Liber de ascensu et descensu intellectus („Buch vom Aufstieg und Abstieg des Verstandes“). Llull schrieb es 1305 in Montpellier auf Latein, die katalanischen und kastilischen Fassungen sind spätere Übersetzungen. Darin steigt der Verstand auf einer Leiter vom Stein über Flamme, Pflanze, Tier, Mensch und Himmel zu den Engeln und zu Gott auf und wieder hinab. Bewusst richtete Llull es an Laien, die Wissen wollten, ohne die Fachsprache der Universität zu beherrschen. (Ed. ROL IX)

Templer, Kreuzzug und Könige Quelle

Im Liber de fine (1305, an Papst Clemens V.) schlug Llull vor, Templer, Johanniter, Deutschen Orden und die spanischen Ritterorden zu einem einzigen Orden unter einem „Kriegerkönig“ (rex bellator) zu vereinen. In seinem Plan von 1309 (Liber de acquisitione Terrae Sanctae), als die Templer bereits verhaftet waren, sah er stattdessen einen Generalmeister vor. Llull nahm am Konzil von Vienne (1311–12) teil, das den Templerorden aufhob. Auch das fällt in den Bogen dieses Beitrags: von Eriks Pilgerfahrt vor den Templern bis zu deren Ende.

Mit den Königshäusern seiner Zeit stand Llull in engem Austausch: mit Jakob II. von Mallorca (seinem früheren Dienstherrn), den Königen von Aragón und Sizilien sowie mit Philipp IV. von Frankreich. Ihm widmete er die lateinische Fassung des Arbre de filosofia d’amor (Paris 1298), die katalanische dessen Gemahlin Johanna von Navarra. Während seines letzten Paris-Aufenthalts (1309–11) erhielt er von Philipp Empfehlungsschreiben. Ein eigenhändiger Brief Llulls wird im Archiv der Krone von Aragón in Barcelona aufbewahrt.

Stammbücher und Wappen? Nicht belegt

Uwe erinnert sich, Llull habe Stammbücher französischer, spanischer und europäischer Königshäuser geführt. Dafür haben wir keinen Beleg gefunden. Die maßgebliche Werkdatenbank Llull DB verzeichnet 265 echte Werke Llulls, eine Genealogie ist nicht darunter. Vielleicht liegt eine Verwechslung vor:

  • Llull dachte gern in Bäumen. Sein Arbre de ciència (1295/96) ordnet das gesamte Wissen in Baumform, mit einem eigenen „kaiserlichen Baum“ über die Regierung von Fürsten. Das sind Wissensbäume, keine Stammbäume.
  • Sein Llibre de l’orde de cavalleria (um 1274–76) wurde zu einem Grundbuch des europäischen Rittertums. Darin deutet er Waffen und Rüstung des Ritters geistlich, eine Art Bedeutungslehre der Rüstung, aus der keine Wappenkunde geworden ist.
  • Unter Llulls Namen kursierten später rund 320 unechte Werke und etwa 258 alchemistische Schriften. Was man ihm „zuschreibt“, ist deshalb immer zu prüfen.
  • Ein persönliches Wappen Llulls ist nicht gesichert. Heraldische Werke schreiben der Familie Llull später ein Wappen zu, das ist Familien- und keine Ramon-Llull-Überlieferung.

Wo Llulls Werk bewahrt wird

  • Raimundus-Lullus-Institut, Universität Freiburg (heute Forschungsstelle für Quellenkunde der Theologie des Mittelalters, gegründet 1957 von Friedrich Stegmüller): Es besitzt die weltweit einzige vollständige Mikrofilmsammlung aller bekannten Llull-Handschriften und gibt die kritische Edition Raimundi Lulli Opera Latina (ROL) heraus, bisher 41 Bände und 3 Supplementbände, 55 geplant. Knapp 700 Handschriften sind online einsehbar: lullus.ub.uni-freiburg.de · Geschichte des Instituts
  • Llull DB, die Base de Dades Ramon Llull des Centre de Documentació Ramon Llull der Universität Barcelona (begründet von Anthony Bonner): Werke, Handschriften, Bibliographie und Lullisten. www.ub.edu/llulldb (laut Mitteilung vom 17.09.2026 derzeit teils nur über eine Ausweichadresse erreichbar)

Das ist die Bewahrung, um die es in diesem Beitrag geht: Handschriften, die in Kriegen und Bränden verloren gehen könnten, sind fotografiert, katalogisiert und für alle zugänglich.

Über den Atlantik? Ein Grab in New Brunswick und die Templer-Frage

Wo Archive verloren sind, wandern Fragen weit. Llull erlebte das Ende der Templer auf dem Konzil von Vienne, und seitdem fragen Menschen, wohin ihre Schriften und Schätze gegangen sind. Die Frage reicht bis über den Atlantik.

Ein Bericht aus Kanada Persönliches Zeugnis

Grafischer Platzhalter in Sand, Gold und Bordeaux: stilisierte Tannen an einer Küste und ein schlichter Grabstein mit Fragezeichen, Aufschrift „Platzhalter – Foto folgt: Grabstätte New Brunswick“. Kein Fundfoto.
Symbolbild / Platzhalter – Originalfoto folgt

Eine Frau, die Uwe Rosenkranz seit Langem kennt, berichtet von einem Grab auf ihrem Grundstück in der Gegend von Saint John, New Brunswick (Kanada). Vor einigen Jahren schickte sie Uwe Fotos davon. Außerdem sagt sie, sie besitze über ihren früheren Ehemann den sogenannten „Motherload“, darunter Register der Templer. Uwe fragt, ob nach der Aufhebung des Ordens Menschen und Schriften per Schiff über den Atlantik gelangt sein könnten.

Wir geben das als persönliches Zeugnis wieder, ohne Namen und ohne es bisher prüfen zu können. Wer Fotos, Abschriften oder genauere Angaben hat (Lage, Material und Inschrift des Grabes, Beschreibung der Dokumente), meldet sich bitte per E-Mail (Adresse im Impressum von RosaryParish.com) oder über die Kommentare unter diesem Beitrag. Kommentieren kann, wer bei WordPress.com angemeldet ist. Gerade bei Handschriften genügen oft wenige gute Fotos von Schrift, Einband und Beschreibstoff, damit Fachleute eine erste Einordnung geben können.

Was die Forschung sagt Fund Quelle

  • L’Anse aux Meadows (Neufundland, UNESCO-Welterbe seit 1978) ist der archäologische Beweis, dass Europäer lange vor Kolumbus in Amerika waren: eine nordische Siedlung um das Jahr 1000. Holz, das dort mit Metallwerkzeug bearbeitet wurde, stammt nach einer Untersuchung von 2021 (Nature) aus Bäumen, die im Jahr 1021 gefällt wurden. Datiert wurde das über die Spur eines Sonnensturms von 993 in den Jahresringen. Die isländischen Vinland-Sagas erzählen von diesen Fahrten.
  • Legende Die Navigatio Sancti Brendani (8./9. Jh.) erzählt von der Seefahrt des irischen Heiligen Brendan. Tim Severin zeigte 1976/77, dass ein Lederboot dieser Art Neufundland erreichen kann. Ein Fund, der Brendan in Amerika belegt, existiert nicht. Siehe auch Uwes Beitrag Brendan, the Navigator.

Templer in Amerika? Was hinter den bekannten Thesen steckt Legende Offen

Diese Thesen sind sehr beliebt und regen viele zum Weiterfragen an. Archäologisch bestätigt ist bisher keine von ihnen:

  • Henry Sinclair und die Brüder Zeno: Die Reiseerzählung der Zeno wurde 1558 in Venedig gedruckt. Erst 1784 setzte J. R. Forster ihren Fürsten „Zichmni“ mit Henry Sinclair, Earl of Orkney, gleich. Das Dictionary of Canadian Biography nennt die Erzählung eine Fälschung. Für eine Atlantikfahrt Sinclairs gibt es keinen Beleg.
  • Westford Knight (Massachusetts): Die „Ritterfigur“ besteht nach der Untersuchung des Peabody Museum (Harvard) aus Gletscherschrammen und einer kleinen, gepunzten T-Form. Die übrige Figur wurde erst im 20. Jahrhundert mit Kreide und Farbe nachgezogen.
  • Newport Tower (Rhode Island): Die Radiokarbondatierung des Mörtels ergab 1635–1698. Gouverneur Benedict Arnold nennt 1677 in seinem Testament „my stone built wind-mill“.
  • Kensington-Runenstein (Minnesota, gefunden 1898): Runologen und Sprachforscher halten ihn mehrheitlich für eine Arbeit des 19. Jahrhunderts.
  • Oak Island (Nova Scotia): Seit 1795 wird dort gegraben, ein mittelalterlicher Fund ist bis heute nicht nachgewiesen.
  • Auch dass die Templerflotte 1307 aus La Rochelle entkommen sei, ist eine spätere Erzählung ohne zeitgenössische Quelle.

Wo die Akten der Templer wirklich liegen Quelle

Das Zentralarchiv des Ordens ist verloren. Wo es endete, ist umstritten. Rudolf Hiestand vermutete, es sei an die Johanniter auf Zypern übergegangen und dort 1571 mit der osmanischen Eroberung untergegangen. Anthony Luttrell hält es für wahrscheinlicher, dass große Teile schon vor 1291 nach Europa gebracht wurden. Erhalten ist vieles verstreut, aber gut verwahrt:

  • Das Pergament von Chinon (August 1308) mit der Lossprechung der Ordensspitze durch päpstliche Gesandte. Barbara Frale fand es 2001 im Vatikanischen Archiv wieder, 2007 erschien es in einer Faksimile-Edition (Processus contra Templarios).
  • Prozessakten und Urkunden in den Archives nationales in Paris, große Bestände zu den aragonesischen Templern im Archiv der Krone von Aragón in Barcelona und einzelne Ordensurkunden im Johanniterarchiv in Valletta.

Ein echtes Templerregister in Privatbesitz wäre deshalb ein Fund von großer Bedeutung und verdient eine sorgfältige Prüfung durch Archivare. Für ein Grab gilt in New Brunswick: Ein Hinweis an die archäologische Dienststelle der Provinz hilft, es zu schützen und einzuordnen, ob es nun aus der Zeit der Wolastoqiyik, der frühen Siedler oder einer noch älteren Zeit stammt. Champlain erreichte die Mündung des Saint John River 1604, die Stadt Saint John wurde 1785 gegründet.

Stammtafel: Was belegt ist und was Legende bleibt

Die gute Nachricht für alle, die Dänemark und die Plantagenets verbinden möchten: Es gibt eine echte, urkundlich belegte Verbindung. Sie führt nicht über Artus, sondern über Kiew, Lüneburg und ausgerechnet über eine Geisel aus Richards Lösegeld.

Linie A: Erik Ejegod bis Lüneburg belegt

  • Harold II., letzter angelsächsischer König Englands († 1066)
  • dessen Tochter Gytha von Wessex ∞ Wladimir II. Monomach von Kiew
  • deren Sohn Mstislaw I. von Kiew († 1132), Töchter: Ingeborg und Malmfred
  • Ingeborg ∞ Knud Lavard, ehelicher Sohn Eriks I. Ejegod und Bodils (Malmfred ∞ in 2. Ehe Erik II. Emune)
  • Waldemar I. der Große, König von Dänemark (1157–1182)
  • dessen Tochter Helena von Dänemark ∞ 1202 in Hamburg Wilhelm von Winchester / von Lüneburg

Linie B: Eleonore bis Lüneburg belegt

  • Eleonore von Aquitanien ∞ Heinrich II. von England (Eltern u. a. von Richard Löwenherz und Johann)
  • deren Tochter Mathilde von England ∞ Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern
  • deren Sohn Wilhelm von Winchester (1184–1213), 1193/94 Geisel für Richards Lösegeld, wuchs wohl am Hof seines Onkels Richard auf

Die beiden Linien treffen sich belegt

  • Otto das Kind (um 1204–1252), Sohn Wilhelms und Helenas, Urenkel Eleonores und Ururenkel Eriks Ejegod, wurde 1235 erster Herzog von Braunschweig-Lüneburg und ist Stammvater aller späteren Welfen. Auf diese Linie gehen später die Kurfürsten von Hannover zurück, die ab 1714 Englands Könige stellten.

Was als Legende gekennzeichnet bleibt Legende

  • Uther Pendragon → Artus → Plantagenets: keine Quelle, Artus selbst ist historisch nicht gesichert.
  • Artus als Eroberer Dänemarks (Geoffrey von Monmouth, um 1136): Dichtung, keine Genealogie.
  • Die Fee Melusine als Ahnfrau der Angevins und die Linie über Alfred bis Woden und Noah: Herkunftssagen des 12. Jahrhunderts.
  • Eine „Blutslinie“ von Artus zu den dänischen Königen: nicht belegt.
Weitere reale Verbindungen zwischen Dänemark und England / Normandie
VerbindungArtStatus
Knut der Große, König von Dänemark und England († 1035); sein Neffe Sven Estridsen ist Eriks I. VaterVerwandtschaftbelegt
Erik I. holt Benediktiner aus Evesham (England) nach OdenseKirchebelegt
Normannen / Herzöge der Normandie stammen vom Wikinger Rollo ab; Heinrich II. ist Urenkel Wilhelms des EroberersAbstammungbelegt
Malmfred von Kiew: Witwe bzw. geschiedene Frau Sigurd Jorsalfars, dann Frau Eriks II.Ehebelegt
Ingeborg von Dänemark (Tochter Waldemars I.) ∞ 1193 Philipp II. von Frankreich, Richards GegenspielerEhebelegt

Was bleibt

Gebeine verschwinden, Abteien brennen, eine Missionsschule auf den Klippen von Miramar verfällt. Was bleibt, sind ein Lied aus dem Kerker, ein Brief an den Papst, ein Preislied aus Island, steinerne Liegefiguren an der Loire, Mikrofilme in Freiburg und eine Gedenktafel in Paphos. Das zu bewahren, ehrlich nach Fund, Quelle und Legende geordnet, ist ein Dienst an denen, die nach uns fragen werden. Und vielleicht ist das die schönste Lesart von Emune: denkwürdig bleibt, wer treu bewahrt wird.

Quellen (Auswahl)

  1. Charlier, P. u. a.: The embalmed heart of Richard the Lionheart (1199 A.D.). Scientific Reports 3, 1296 (2013). nature.com/articles/srep01296
  2. Abbaye royale de Fontevraud: Gisants de Fontevraud, la nécropole royale des Plantagenêts (2024). fontevraud.fr
  3. Eleonore an Coelestin III. (1193), Epistolae, Columbia University. epistolae.ctl.columbia.edu/letter/139.html
  4. Richard I., „Ja nus hons pris“, Text: chantsdefrance.fr
  5. Gilchrist, R. / Green, C.: Glastonbury Abbey: Archaeological Investigations 1904–79 (2015), Open Access. library.oapen.org; Pressemitteilung Univ. Reading 2015: reading.ac.uk
  6. Saxo Grammaticus, Gesta Danorum XII.7, Auszug: nomos-dk.dk
  7. Markús Skeggjason, Eiríksdrápa 28, Skaldic Project: skaldic.org
  8. Lex.dk (Den Store Danske): Erik Ejegod · Erik Emune
  9. Cyprus Mail (2008): Paphos street to honour mediaeval Danish king. cyprus-mail.com; The Copenhagen Post (2017): cphpost.dk
  10. Raimundus-Lullus-Institut Freiburg: lullus.ub.uni-freiburg.de · Llull DB: ub.edu/llulldb · Qui és Ramon Llull: Liber de fine, Miramar
  11. Archivo de la Corona de Aragón: Ramon Llull’s autograph letter. cultura.gob.es
  12. Vignobles et vins d’Aquitaine au Moyen Âge, Territoires du vin. doi.org/10.58335/territoiresduvin.782 · Au miroir de Bordeaux ? Le protectionnisme viticole des petites villes de l’Aquitaine médiévale, Revue historique de Bordeaux (2010), persee.fr
  13. Wine and France: A Brief History, European Review (2022). doi.org/10.1017/s1062798722000370 · Bristol Branch of the Historical Association: The Bristol Wine Trade. archive.org
  14. CIVB / Bordeaux.com: Bordeaux Supérieur · INAO: Saint-Émilion Grand Cru, Klassifikation 2022 · Alliance des Crus Bourgeois: Classement 2025 (PDF)
  15. Kuitems, M. u. a.: Evidence for European presence in the Americas in AD 1021. Nature 601 (2022, online 2021). nature.com · UNESCO: L’Anse aux Meadows
  16. Dictionary of Canadian Biography: Zeno, Nicolò and Antonio · Schafer, D. K. (Peabody Museum) zum Westford Knight: ramtops.co.uk · Newport Tower, C-14-Datierung: Newport History
  17. Luttrell, A.: The Templars‘ archives in Syria and Cyprus, in: Borchardt u. a. (Hg.), The Templars and their Sources (2017). taylorfrancis.com
  18. Wikipedia (als Sekundärquelle): Richard I · Eric I · Helena of Denmark · William of Winchester · Mstislav I · Otto das Kind · Chinon Parchment · Kensington Runestone · Oak Island · Klassifikation 1855 · Graves-Klassifikation · Castillon 1453

Vollständige Quellenliste mit Anmerkungen: siehe Datei quellen.md (für die Redaktion).

Bildnachweis: Dürnstein: Uoaei1, CC BY-SA 4.0 · Petrus de Ebulo: gemeinfrei · Fontevraud: Nono vlf, CC BY-SA 3.0 · Glastonbury: Nilfanion, CC BY-SA 3.0 · Paphos: Michal Klajban, CC BY-SA 4.0 · Breviculum: gemeinfrei · Platzhalter-Grafiken und Karte: Redaktion rosary.health (Kartengrundlage Natural Earth, gemeinfrei). Fotos über Wikimedia Commons, Lizenztexte siehe CC BY-SA 4.0 / CC BY-SA 3.0.

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